Von <Autorname>, <Qualifikation> · Fachlich geprüft von <Name, Qualifikation> · Zuletzt geprüft: Oktober 2026
Kurz gesagt: Ein Notgepäck enthält nach Empfehlung des BBK warme Kleidung samt Regenschutz und festen Schuhen, Wechselkleidung, die Dokumentenmappe, eine geladene Powerbank, Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente, Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel mit wiederbefüllbarer Trinkflasche sowie Bargeld. Es ist für eine Evakuierung gedacht, nicht für ein Überleben in der Wildnis. Als Gewichtsgrenze gilt: Sie müssen es selbst tragen können – auch über eine längere Strecke.
Was ein Notgepäck ist – und was nicht
Ein Notgepäck ist der Rucksack oder die Tasche, die Sie mit einem Griff mitnehmen, wenn Sie Ihr Zuhause plötzlich verlassen müssen: bei einem Brand in der Nachbarschaft, einem Hochwasser, einer Gasleitungsbeschädigung oder der Entschärfung eines Blindgängers.
Wichtig ist die Abgrenzung, weil hier die meisten Packlisten im Internet falsch abbiegen:
| Notgepäck | Hausvorrat | |
|---|---|---|
| Zweck | mitnehmen beim Verlassen des Hauses | zu Hause bleiben, wenn die Versorgung ausfällt |
| Zeitraum | bis Sie woanders unterkommen | möglichst 10 Tage |
| Wasser | eine wiederbefüllbare Flasche | 2 Liter pro Person und Tag |
| Schwerpunkt | Dokumente, Medikamente, Kleidung | Lebensmittel, Wasser, Kochmöglichkeit, Licht |
| Größe | tragbar | Platz im Schrank |
Ein Notgepäck ist also kein Wochenvorrat auf dem Rücken. Wer 10 Liter Wasser einpackt, kann den Rucksack nicht tragen – und genau das ist der häufigste Fehler.
Notgepäck, Fluchtrucksack, Bug-Out-Bag: der Unterschied
| Begriff | Herkunft | Zweck | Dauer |
|---|---|---|---|
| Notgepäck | amtlicher Begriff des BBK | Evakuierung, bis Sie woanders unterkommen | Tage |
| Fluchtrucksack | umgangssprachlich | meist dasselbe wie Notgepäck | Tage |
| Bug-Out-Bag | US-Prepper-Szene | Verlassen der Gefahrenzone aus eigener Kraft | 1–2 Wochen |
| INCH-Bag | US-Prepper-Szene | „I’m Never Coming Home“ – dauerhaftes Verlassen | Monate |
Für die realistischen Szenarien in Deutschland – Hochwasser, Brand, Evakuierung, Stromausfall – ist das Notgepäck der richtige Maßstab. Bug-Out- und INCH-Konzepte stammen aus einem anderen Kontext und machen den Rucksack vor allem schwer.
Gibt es eine Pflicht?
Nein. In Deutschland besteht keine gesetzliche Pflicht, ein Notgepäck vorzuhalten. Das BBK gibt Empfehlungen heraus, keine Vorschriften. Wenn Sie irgendwo lesen, die Bundesregierung habe ein Notgepäck „vorgeschrieben“, ist das falsch.
Ebenso gibt es keine amtliche Zertifizierung für Notfallrucksäcke. Es existiert kein BBK-Siegel, kein BBK-Prüfzeichen und keine behördliche Produktempfehlung. Das BBK empfiehlt Inhalte, keine Marken. Was es an Normen gibt, bezieht sich auf den Inhalt von Verbandkästen (DIN 13157, DIN 13169, DIN 13164) und auf Warnwesten (EN ISO 20471) – nicht auf Rucksäcke.
Anders sieht es bei Betrieben aus: Dort ist Erste-Hilfe-Material nach ASR A4.3 verbindlich vorzuhalten. Das ist aber ein anderes Thema – dazu unsere Seite Erste-Hilfe-Ausstattung im Betrieb.
Die Checkliste: 19 Positionen
Diese Liste folgt dem Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des BBK (2. Auflage, Stand 11/2025) – einmal die Kurzfassung aus dem Kapitel „Notgepäck griffbereit haben“, einmal die ausführliche Checkliste aus dem Anhang. Die Erläuterungen stammen von uns.
Kleidung und Schutz
| Position | Warum | |
|---|---|---|
| ☐ | Warme Kleidung, Regenschutz, feste Schuhe | Nach dem Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke und lassen sich anpassen. Feste Schuhe sind der am häufigsten vergessene Punkt – wer nachts in Hausschuhen aus dem Haus geht, hat ein Problem. |
| ☐ | Wechselkleidung | Ein kompletter Satz, inklusive Socken und Unterwäsche. Nass gewordene Kleidung ist bei Kälte gefährlich. |
| ☐ | Arbeitshandschuhe | Für Trümmer, Glassplitter, Aufräumarbeiten. |
| ☐ | Schlafsack oder Decke | Notunterkünfte sind oft Turnhallen. |
| ☐ | Sonnencreme und Kopfbedeckung | Klingt nebensächlich, ist es im Sommer nicht. |
Dokumente und Geld
| Position | Warum | |
|---|---|---|
| ☐ | Mappe mit wichtigen Dokumenten | Der wichtigste Punkt der ganzen Liste, weil sich alles andere ersetzen lässt. → Dokumentenmappe im Detail |
| ☐ | Bargeld | Fällt der Strom oder die IT aus, funktionieren Kartenzahlung und Geldautomaten nicht. Kleine Scheine und Münzen, weil niemand wechseln kann. |
Gesundheit
| Position | Warum | |
|---|---|---|
| ☐ | Erste-Hilfe-Material | Ein kompaktes Set genügt. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern dass Sie damit umgehen können. |
| ☐ | Persönliche Medikamente | Der kritischste individuelle Punkt. Wer dauerhaft auf Medikamente angewiesen ist, sollte einen Vorrat für mindestens zehn Tage vorhalten – Haltbarkeit und Lagerbedingungen beachten. Dazu ein ausgedruckter Medikamentenplan. |
| ☐ | Ersatz für Hilfsmittel | Zweitbrille, Hörgerätebatterien, Ladegeräte für technische Hilfsmittel. |
| ☐ | Hygieneartikel | Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Monatshygiene, Windeln, Feuchttücher, Müllbeutel. |
Versorgung
| Position | Warum | |
|---|---|---|
| ☐ | Haltbare Lebensmittel | Das BBK nennt für das Notgepäck Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung. Was ohne Kochen essbar ist: Riegel, Nüsse, Trockenobst, Konserven mit Aufreißdeckel. Nicht zu verwechseln mit dem Hausvorrat, für den 10 Tage empfohlen sind. |
| ☐ | Wiederbefüllbare Trinkflasche | Eine Flasche, nicht ein Wasservorrat. Nachfüllen ist leichter als tragen. |
| ☐ | Essgeschirr und Besteck | |
| ☐ | Taschenmesser und Dosenöffner |
Information, Licht, Kommunikation
| Position | Warum | |
|---|---|---|
| ☐ | Geladene Powerbank | Das BBK nennt sie ausdrücklich. Zweimal im Jahr nachladen, sonst ist sie leer, wenn Sie sie brauchen. |
| ☐ | Taschenlampe + Ersatzbatterien | Besser eine Stirnlampe: Sie haben beide Hände frei. |
| ☐ | Batterie-, Solar- oder Kurbelradio | Fallen Strom und Mobilfunk aus, fallen auch Warn-Apps aus. Radio funktioniert weiter. Das ist der eigentliche Grund für dieses Gerät – nicht Unterhaltung. |
| ☐ | Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier | Ohne Handy haben Sie keine Kontakte. Dazu: Notizblock, Stift, Feuerzeug oder Streichhölzer. |
Die Original-Checkliste finden Sie im Ratgeber des BBK (kostenlos als PDF).
Was nicht ins Notgepäck gehört
Hier unterscheidet sich eine behördliche Empfehlung am deutlichsten von dem, was die Prepper-Szene verkauft. Keiner der folgenden Punkte steht in einer Empfehlung des BBK, und für die meisten gibt es gute Gründe:
Reizstoffsprühgeräte und „taktische“ Ausrüstung. Hier wird oft juristisch falsch beraten, deshalb genau: Ein Spray, das eindeutig auf Deutsch als „Tierabwehrspray“ gekennzeichnet ist, gilt nach der Rechtsprechung nicht als Waffe im Sinne des § 1 WaffG und darf frei erworben und mitgeführt werden. Ein Reizstoffsprühgerät mit CS- oder CN-Gas, das zur Abwehr von Menschen bestimmt ist, ist dagegen eine Waffe und darf nur mit amtlichem Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) erworben werden; ohne dieses Zeichen ist der Umgang nach § 52 Abs. 3 WaffG strafbar. Der Einsatz gegen Menschen ist ohnehin nur in einer Notwehrlage nach § 32 StGB straffrei. Formulierungen wie „Pfefferspray (CS-Gas), legal in Deutschland“ sind in dieser Form irreführend.
Verschreibungspflichtige Medikamente als allgemeine Empfehlung. Ibuprofen 800 mg und Metamizol (Novalgin) sind in Deutschland rezeptpflichtig. Was in Ihr Notgepäck gehört, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt – nicht eine Packliste.
Tourniquets und Hämostatika für Ungeübte. Ein falsch angelegtes Tourniquet verursacht Schäden. Das BBK geht einen anderen Weg und erklärt stattdessen den Druckverband in vier Schritten – ein Verfahren, das man in jedem Erste-Hilfe-Kurs lernt und ohne Spezialausrüstung anwenden kann. Wenn Sie etwas für Ihre Notfallkompetenz tun wollen, ist ein Erste-Hilfe-Kurs der wirksamere Hebel als jedes Stück Ausrüstung.
Alles, was das Gewicht hochtreibt, ohne ein konkretes Problem zu lösen: Zelt, Machete, mehrere Liter Wasser, Werkzeugkoffer, Bücher.
Und zur Einordnung des Tons
Viele Packlisten begründen Ausrüstung mit zusammenbrechender öffentlicher Ordnung: Plünderungen nach 48 Stunden, Gewalt, „wenn die Gesellschaft kippt“. Das sind keine Angaben aus behördlichen Quellen, und die Katastrophenforschung zeichnet ein anderes Bild: In Notlagen dominiert ganz überwiegend gegenseitige Hilfe.
Das BBK widmet dem Thema sogar ein eigenes Kapitel und nennt ein Erkennungsmerkmal für Desinformation: „Je emotionaler oder dramatischer eine Meldung ist, desto häufiger wird sie verbreitet. Dieser Effekt wird häufig für das Verbreiten von absichtlich falschen Informationen genutzt.“ Das ist ein brauchbarer Filter – auch für Ratgeber über Notgepäck.
Wie schwer darf das Notgepäck sein?
Es gibt keine amtliche Gewichtsgrenze. Angaben wie „maximal 10 kg“ oder „maximal 15 kg“ findet man häufig, sie stammen aber aus keiner Vorschrift.
Der brauchbare Maßstab ist ein praktischer: Sie müssen den Rucksack selbst tragen können, auch über eine längere Strecke und möglicherweise treppauf. Was das konkret bedeutet, hängt von Ihrer Statur und Fitness ab.
So finden Sie Ihre persönliche Grenze:
- Notgepäck fertig packen.
- Auf die Waage stellen und das Gewicht notieren.
- 30 Minuten damit spazieren gehen – mit den Schuhen, die im Rucksack liegen oder daneben stehen.
- Drückt es, reibt es oder wird der Weg unangenehm: Gewicht reduzieren, nicht das Tragen üben.
Für Kinder gilt dasselbe Prinzip. Ein eigener kleiner Rucksack gibt Kindern das Gefühl, beteiligt zu sein – aber mit Inhalt, den sie selbst tragen können und wollen. Mehr dazu: Notgepäck für Familien und Kinder.
Ausführlich: Gewicht, Volumen und Rucksackgröße
Die fünf Fehler, die wirklich teuer werden
Nicht nach Dramatik sortiert, sondern danach, was in der Praxis am häufigsten schiefgeht.
1. Abgelaufen und leer. Batterien entladen sich, Powerbanks verlieren Ladung, steriles Verbandmaterial hat ein Haltbarkeitsdatum (meist fünf Jahre), Medikamente ebenso. Ein Rucksack, der fünf Jahre im Flur stand, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Hälfte nutzlos. Lösung: zwei feste Termine im Jahr, zum Beispiel bei der Zeitumstellung.
2. Zu schwer zum Tragen. Siehe oben. Jeder Liter Wasser wiegt ein Kilo.
3. Dokumente nur digital. Ein Foto des Personalausweises auf dem Handy hilft nicht, wenn der Akku leer ist. Das BBK empfiehlt beides: Originale oder beglaubigte Kopien in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter und eine digitale Sicherung in der Cloud, auf einer Festplatte oder einem USB-Stick.
4. Niemand weiß, wo er steht. Alle im Haushalt müssen den Ort kennen – auch Kinder. Ein Notgepäck im verschlossenen Keller ist bei Hochwasser unerreichbar; das BBK rät ausdrücklich davon ab, bei Hochwasser den Keller zu betreten.
5. Der Rucksack liegt am falschen Ort. Eine Krise hält sich nicht an Ihren Tagesablauf. Ein kleines Zweitset im Auto oder am Arbeitsplatz deckt den Fall ab, dass Sie nicht zu Hause sind. → Notfallausrüstung im Auto
Welcher Rucksack?
Kurz, weil es weniger wichtig ist, als der Markt suggeriert: Der Rucksack ist Verpackung. Der Inhalt entscheidet.
Was tatsächlich zählt:
- Volumen 25–40 Liter. Darunter wird es eng, darüber packen Sie zu viel ein. Wer Schlafsack und dicke Kleidung unterbringen will, landet bei 40–50 Litern.
- Tragesystem mit Hüftgurt. Ab etwa 8 kg verlagert ein Hüftgurt das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte. Das ist der einzige Komfortpunkt, an dem man nicht sparen sollte.
- Wasserabweisend oder mit Regenhülle. Nicht wasserdicht – wasserabweisend reicht. Dokumente kommen zusätzlich in einen wasserdichten Beutel.
- Reflektierende Elemente, wenn Sie nachts auf der Straße sichtbar sein müssen.
- Mehrere Fächer, damit Sie im Dunkeln finden, was Sie suchen.
Nicht entscheidend: Tarnmuster (macht Sie eher auffällig), MOLLE-Schlaufen, Gewicht des leeren Rucksacks unter 1 kg.
Konkrete Auswahlhilfe und Modelle: Notfallrucksack kaufen
Nächste Schritte
Vorsorge scheitert fast immer daran, dass man alles gleichzeitig machen will. Diese Reihenfolge funktioniert:
- Heute: Dokumentenmappe anlegen. Kostet nichts, ist das Wichtigste.
- Diese Woche: Vorhandene Tasche nehmen und mit Kleidung, Medikamenten und Powerbank füllen. Ein unfertiges Notgepäck ist besser als ein geplantes.
- Diesen Monat: Warn-App NINA installieren, Telefonnummern auf Papier schreiben, Vorrat auf 3 Tage bringen.
- Dieses Jahr: Vorrat auf 10 Tage ausbauen, Erste-Hilfe-Kurs auffrischen, Treffpunkt mit der Familie festlegen.
- Zweimal jährlich: Haltbarkeitsdaten prüfen, Powerbank laden, Kleidung an die Jahreszeit anpassen.
Das BBK formuliert es so: „Jede Vorbereitung ist wertvoll.“ Das ist keine Floskel, sondern der Gegenentwurf zu dem Gefühl, man müsse erst alles perfekt haben.
Häufige Fragen
(als FAQPage-Schema auszeichnen)
Was gehört in ein Notgepäck? Warme Kleidung mit Regenschutz und festen Schuhen, Wechselkleidung, die Dokumentenmappe, eine geladene Powerbank, Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente, Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel mit wiederbefüllbarer Trinkflasche und Bargeld. Ergänzend empfiehlt das BBK Schlafsack oder Decke, Taschenlampe, Radio, Essgeschirr, Taschenmesser, Arbeitshandschuhe, Notizblock und Ersatz für Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät.
Reichen 72 Stunden oder sollten es 10 Tage sein? Das sind zwei verschiedene Dinge. Für das Notgepäck gibt es keine Zeitangabe – es soll Sie versorgen, bis Sie woanders unterkommen. Für den Vorrat zu Hause empfiehlt das BBK, sich „möglichst 10 Tage selbst versorgen“ zu können; ein Vorrat für mindestens 3 Tage ist der Einstieg.
Wie viel Wasser brauche ich? Für den Hausvorrat 2 Liter pro Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen. Für drei Personen also 18 Liter für 3 Tage, 30 Liter für 5 Tage, 60 Liter für 10 Tage. Haustiere nicht vergessen. Ins Notgepäck gehört dagegen nur eine wiederbefüllbare Flasche – Wasser ist zu schwer zum Tragen.
Wie oft muss ich das Notgepäck prüfen? Zweimal im Jahr ist ein guter Rhythmus: Haltbarkeitsdaten von Lebensmitteln, Medikamenten und sterilem Verbandmaterial, Ladezustand der Powerbank, Batterien, und ob die Kleidung noch zur Jahreszeit und zur Körpergröße passt – besonders bei Kindern.
Gibt es zertifizierte Notfallrucksäcke? Nein. Es gibt keine amtliche Zertifizierung und kein BBK-Siegel für Notfallrucksäcke. Normen gibt es für den Inhalt von Verbandkästen (DIN 13157, DIN 13169, DIN 13164) und für Warnwesten (EN ISO 20471), nicht für Rucksäcke. Werbung mit „BBK-zertifiziert“ ist unzutreffend.
Ausführlich: Gibt es einen Notfallrucksack der Bundesregierung?
Muss ich in Deutschland ein Notgepäck haben? Nein, es besteht keine gesetzliche Pflicht. Das BBK empfiehlt es. Verbindliche Vorgaben gibt es nur für Betriebe, und zwar für Erste-Hilfe-Material nach ASR A4.3.
Was ist der Unterschied zwischen Notgepäck und Erste-Hilfe-Rucksack? Das Notgepäck nehmen Sie bei einer Evakuierung mit; es enthält Kleidung, Dokumente und Verpflegung. Ein Erste-Hilfe-Rucksack ist ein Behältnis für Erste-Hilfe-Material nach einer Norm wie DIN 13157 oder DIN 13169 und wird vor allem in Betrieben, Kitas, Schulen und Vereinen eingesetzt. Mehr dazu: Erste-Hilfe-Rucksack.
Brauche ich ein Notgepäck, wenn ich in der Stadt wohne? Die Szenarien unterscheiden sich, der Bedarf nicht. Evakuierungen wegen Bombenfunden, Gebäudebränden, Gasleitungsschäden oder Großbränden treffen Städte häufiger als ländliche Gegenden.
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Im Notfall: 112.
Rechtlicher Hinweis: Angaben zu Vorschriften geben den Stand Oktober 2026 wieder und sind keine Rechtsberatung.
Quellen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“, 2. Auflage, Stand 11/2025, ISBN 978-3-949117-36-7. bbk.bund.de/vorsorge
- BBK: „Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck“
- BBK: „Immer griffbereit: Die Dokumentenmappe“
- Waffengesetz (WaffG) § 1, § 42a, § 52; Beschussverordnung § 15
- Abgerufen am 02.10.2026
